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Methodik

Der LexLab Score: Wie wir Legal-AI-Tools bewerten

Ein einzelner Sternwert reicht für Legal AI nicht aus. Der LexLab Score gewichtet Praxisreife, Datenschutz, DACH-Relevanz, Bedienbarkeit und Preis-Leistung transparent.

Jan Becker

Jan Becker, Rechtsanwalt

21. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Der Score ist eine strukturierte Orientierung, kein Ersatz für den eigenen Pilot mit realen Dokumenten und Anforderungen.

Warum ein eigener Score?

Legal-AI-Produkte werden häufig anhand ihrer Modellleistung oder Feature-Liste verglichen. Für Kanzleien und Rechtsabteilungen entscheidet aber ein breiteres Bild: Liefert das Tool im konkreten Rechtskontext belastbare Ergebnisse, schützt es sensible Daten und lässt es sich wirtschaftlich einsetzen?

Der LexLab Score verdichtet fünf getrennte Bewertungen auf 100 Punkte. Die Einzelwerte bleiben sichtbar, damit unterschiedliche Teams ihre eigenen Prioritäten setzen können.

Die fünf Dimensionen

Praxisreife erhält das größte Gewicht. Bewertet werden Stabilität, Qualität in realen Arbeitsabläufen und die Frage, ob das Produkt über einen Demonstrationsfall hinaus einsetzbar ist.

  • Praxisreife — 35 %
  • DACH-Relevanz — 25 %
  • Datenschutz — 20 %
  • Bedienbarkeit — 10 %
  • Preis-Leistung — 10 %

Was der Score bewusst nicht behauptet

Ein Wert von 85 bedeutet nicht, dass das Tool für jedes Team besser ist als ein Produkt mit 78 Punkten. Ein hoch spezialisiertes Tool kann für einen konkreten Workflow die beste Wahl sein, obwohl es in der Gesamtwertung weniger breit aufgestellt ist.

Preise, Funktionen und Anbieterbedingungen verändern sich. Deshalb dokumentiert LexLab das letzte Prüfdatum und aktualisiert Bewertungen, wenn sich die Entscheidungsgrundlage wesentlich ändert.

So nutzt du die Bewertung sinnvoll

Beginne mit dem Gesamtscore, prüfe danach die für deinen Einsatz kritischen Einzeldimensionen. Für besonders sensible Mandate kann der Datenschutzwert wichtiger sein als Komfort oder Preis. Für ein kleines Inhouse-Team kann Integrationsaufwand die zentrale Hürde sein.

Die Shortlists und der Tool Finder übersetzen diese Unterschiede in konkrete Auswahlpfade. Die endgültige Entscheidung sollte immer auf einem eigenen, begrenzten Pilot beruhen.

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